Rieskrater Planetenweg
Station "Uranus" in Balgheim auf dem Dorfplatz neben dem Gedenkstein

 

 
 

Zur Entstehung

Die astronomische Größe des Weltraums und die sich darin befindenden relativ kleinen Sterne und Planeten sind für uns Menschen kaum erfassbar. Um diese gigantischen Entfernungen und Größen nur ansatzweise zu begreifen, benötigt es Großmodelle, welche die Dimensionen anschaulich dazustellen vermögen. Dies nahm der Nördlinger Heinz Singelmann (gest. 1999) zum Anlass, die Idee eines Modells unseres Sonnensystems im Nördlinger Ries zu entwickeln. Dessen Vorstellung war es, zwischen Nördlingen und dem Rand des Rieskraters bei Harburg einen Planetenweg anzulegen, in dem die Sonne und die Planeten unseres Sonnensystems an ausgewählten Standorten modellhaft erfahrbar gemacht werden. So werden die Sonne, die neun Planeten und der Vertreter der Asteroiden (Ida) in ihrer mittleren Entfernung maßstabsgetreu
(Maßstab 1 : 400 Mio.) dargestellt.
 

 

Die interessierten Radfahrer und Wanderer werden an den jeweiligen Stationen durch Texttafeln und Fotos über den jeweiligen Planeten informiert. Wie unbedeutend unser Planet Erde im gesamten Weltall doch sein mag, erkennt man beim Erkunden des Planetenwegs. Es empfiehlt sich, dies mit dem Fahrrad zu tun. Der Planetenweg kann aber auch erwandert oder mit dem Auto abgefahren werden.

Tourenlänge:               ca. 22 km
Steigung:                      140 m
Fahrzeit:                        ca. 1,5 Std. (Fahrrad)
Wegmarkierung:          blaues Dreieck (außerhalb der Nördlingen Stadtmauer)

Tourencharakter: Der Weg über die Riesebene ist nahezu eben, lediglich der Anstieg auf die Anhöhe des Rieskraters ist moderat, wird aber mit einer schönen Aussicht belohnt.

Wegverlauf:

Der Planetenweg verläuft vom zentralen Nördlinger Wahrzeichen der St. Georgskiche ausgehend, entlang des Radweges "Romantische Straße" durch die Riesebene, bis nach Harburg. Die Sonne - Mittelpunkt des Planetensystems - wird durch die Laternenkuppel des Turmes der St. Georgskirche, im Volksmund "Daniel" genannt, dargestellt. Als modellhafter Sonnendurchmesser (350 cm) bestimmt diese Kuppel den Maßstab für die Darstellung der Planeten und deren Entfernungen. Bereits im Altstadtbereich liegen die Umlaufbahnen von Merkur, Venus und Erde. Die Erdumlaufbahn entspricht dabei in etwa dem Verlauf der Stadtmauer. Die Mars- und Ida-Umlaufbahnen befinden sich im äußeren Stadtgebiet, die Jupiterumlaufbahn verläuft am Stadtrand. Die mittleren Umlaufbahnen von Saturn, Uranus und Neptun liegen bereits in den Gemeinden Reimlingen, Balgheim und Mönchsdeggingen. Den Abschluss des Planetenweges, die Station Pluto, bildet eine Aussichtsplattform auf dem Bocksberg, einer Anhöhe des Riesrandes bei Harburg. Von hier aus hat der Besucher einen herrlichen Überblick über die gesamte Länge des Planetenweges bis zurück zum Modell der "Sonne", dem Daniel.

Wer sich vor oder nach dieser Erkundung des Planetenweges näher über die Entstehung des Rieses und des Weltalls informieren möchte, kann dies auf anschauliche Art und Weise im Rieskratermuseum in Nördlingen tun.