Im Januar 2009

Jahresrückblick für das Jahr 2008 der Gemeinde Möttingen

 Hauptinvestitionen für Dorferneuerung Balgheim 

Zum Jahreswechsel 2008/2009 schauen viele von uns besorgt in die Zukunft. Viele Mitmenschen sind durch die gespannte Finanzlage auf dem Weltmarkt und im eigenen Haushalt verunsichert.Trotz diesen eher düsteren Aussichten, hat die Gemeinde Möttingen im abgelaufenen Jahr mächtig investiert und versucht, ihre gesetzten Ziele weiter zu verwirklichen. Insbesondere in Balgheim wurde im Rahmen der Dorferneuerung viel Geld bereitgestellt, sowie in den anderen Ortsteilen rege investiert.

Bei den Einwohnerzahlen im laufenden Jahr ist die Tendenz fallend, was nicht zuletzt an der geringen Bautätigkeit an Wohnhäusern der letzten Jahre liegt. So wurde im Jahr 2008 nur ein Bauplatz verkauft. Trotzdem kann die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gemeinde als zufrieden stellend bezeichnet werden. Der Schuldenstand konnte weiter abgebaut werden.

In Balgheim sind in diesem Jahr endlich die Bautätigkeiten im Rahmen der Dorferneuerung angelaufen. Die Mühlstraße wurde mit einem neuen Straßenbelag versehen und der Gehweg neu gepflastert, sowie die Straßenbeleuchtung erneuert. Weiter wurde der Sportplatz neu angelegt, der Kirchenparkplatz und Maibaumplatz neu gestaltet, der Vorplatz am Zehentstadel und Containerplatz erneuert und die Forellenbachbrücke „Im Zürch“ neu gebaut. Im Zürch wurden 200 m Kanal ausgewechselt, damit im nächsten Jahr die Dorferneuerung dort ihre Fortsetzung finden kann.

Besonders erwähnenswert ist die herausragende Mithilfe der Balgheimer Bürger. So viel Eigenleistung überraschte selbst die Führungsmannschaft der Teilnehmergemeinschaft für ländliche Entwicklung in Krumbach.

Aber auch in Möttingen und in den anderen Ortsteilen fanden rege Bautätigkeiten statt.

So wurden im Rahmen der Sanierung der B 25 die Gehwege teilweise saniert. Wir sind sehr glücklich über die zwei Fußgängerampeln, die in diesem Jahr installiert worden sind und für mehr Sicherheit der Bevölkerung beim Überqueren der B 25 sorgen. Die Ortsdurchfahrt Möttingen wurde zwar in diesem Jahr vom Staatlichen Bauamt Augsburg erneuert, jedoch hat auch die Ortsumgehung Möttingen den Gemeinderat, die Verwaltung und die Politik weiter beschäftigt. So wurden zwei Machbarkeitsstudien durchgeführt, die größeren Aufschluss über die verkehrsrechtliche Weiterentwicklung von Möttingen aufzeigen sollen. Insbesondere macht der immer stärker werdende Durchgangsverkehr durch die Mautflüchtlinge den Anliegern der B 25 schwer zu schaffen. Kopfzerbrechen bereitet derzeit noch die Ansiedlung eines Lebensmitteldiscounters im Bereich Weilerfeld. Die Durchsetzung des Baugenehmigungsverfahrens liegt derzeit noch bei den zuständigen Behörden und steht kurz vor dem Abschluss. Erfreulicherweise wurde auch im Gewerbegebiet tatkräftig durch die dort angesiedelten Firmen investiert und somit der Gewerbestandort Möttingen in seiner Leistungsfähigkeit gestärkt. Bei der Abwasserbeseitigung wurden erneut Kanalsanierungsmaßnahmen durchgeführt, um die Fremdwasserproblematik weiter in den Griff zu bekommen.

In Appetshofen wurde die Außenfassade des Schulhauses in Eigenleistung von der Dorfjugend, die dort beheimatet ist, mit einem neuen Putz und Anstrich versehen. Die Fassade des Kindergarten Appetshofen wurde ebenfalls durch Eigenleistung der Vereine neu gestrichen.

Auch in Kleinsorheim wurden Straßenabschnitte und Gehwege ausgebessert, sowie die Ortsverbindungsstraße nach Großsorheim neu gesplittet.

Der Anschluss des Kanalnetzes in Enkingen an die Kläranlage Möttingen wurde weiter geplant und konnte noch in diesem Jahr auftragsmäßig vergeben werden. Die Bauausführung des Zusammenschlusses mittels einer Druckleitung wird im kommenden Frühjahr vollzogen. Im nächsten Jahr sind somit bereits weitere Bautätigkeiten geplant, sodass die Gemeinde Möttingen ihren Beitrag dazu leisten wird, der angekündigten Rezession entgegenzuwirken.

Dieses Jahr war natürlich besonders geprägt durch den Bürgermeisterwechsel im Rathaus. Ich darf mich an dieser Stelle bei meinem Vorgänger Helmut Wiedemann für die reibungslose Übergabe der Amtsgeschäfte bedanken und bin bemüht, zusammen mit dem neuen, engagierten Gemeinderat, einer fachkundigen Verwaltung und einem tatkräftigen Bauhof die Gemeinde Möttingen weiter nach vorne zu bringen.

An alle Bürgerinnen und Bürger, an das Landratsamt und alle Behörden, sowie an unsere politischen Vertreter geht mein herzlicher Dank für die Unterstützung, die mir seit meiner Amtseinführung entgegengebracht wurde. Mein besonderer Dank gilt all den freiwilligen Helfern aus den Vereinen und Organisationen, die sich in irgendeiner Weise ehrenamtlich betätigt haben und so das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde bereichert haben.

Erwin Seiler, 1. Bürgermeister