Haushaltsplan der Gemeinde Möttingen 2014

 

Folgenden Bericht entnehmen wir ausschnittsweise den Rieser Nachrichten vom 31.07.2014:


Möttingen kann aus dem Vollen schöpfen


Haushalt 2014:
Keine Neuverschuldung und reichlich Steuereinnahmen kennzeichnen das Zahlenwerk

Der Möttinger Gemeinderat hat mit einer Gegenstimme den Haushalt für das Jahr 2014 und die Finanzplanung bis 2017 verabschiedet. Der Etat umfasst ein Volumen von 5,61 Millionen Euro und liegt damit um rund 500.000 Euro unter dem Ansatz des Vorjahres. Wie in den Jahren zuvor bleiben die Bürger von Steuer- und Gebührenerhöhungen verschont. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B bewegen sich auf dem Stand von 2013, ebenso der Gewerbesteuerhebesatz. Seit sieben Jahren kommt der Etat ohne Neu Verschuldung aus. Ende des Jahres werden nach der derzeitigen Planung die Schulden bei rund 200.000 Euro liegen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 92 Euro entspricht.

Entsprechend zufrieden äußerte sich Bürgermeister Erwin Seiler über das Zahlenwerk.  Zwar räumte er ein, dass es zeitlich „reichlich spät" beraten werde; er gelobte allerdings Besserung und will im kommenden Jahr früher dran sein.

Für Investitionen stehen der Gemeinde in diesem Jahr rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Ausgabenschwerpunkte sind das neue Baugebiet „Baadfeld III", wo 2016 die ersten Häuser stehen sollen und dafür der nötige Grund gekauft werden muss. Seiler hat hierfür 343.000 Euro eingestellt.

Mittel für das Bürgerzentrum

Für das geplante Bürgerzentrum, das bekanntlich bei einem Bürgerentscheid Ende Mai eine breite Zustimmung gefunden hat, sind 245.000 Euro für Grunderwerb und Abrisskosten eingeplant.

Die Kommune kann nicht zuletzt auch deshalb aus dem Vollen schröpfen, weil der Freistaat Bayern und die örtlichen Gewerbetreibenden es wiederum gut meinten. 1.025 Millionen Euro beträgt der Einkommensteueranteil, 427.000 Euro die Schlüsselzuweisungen. 660.000 Euro sollen an Gewerbesteuer eingehen, 320.000 Euro an Grundsteuer, die durch die rege Bautätigkeit in der Gemeinde in dieser Höhe anfällt.

Kräftig geschröpft wird Möttingen allerdings vom Landkreis in Form der Kreisumlage, die sich bei 836.000Euro bewegt.

Breitbanderschließung in Balgheim und Kleinsorheim

Ein Stück voranzukommen hofft Rathauschef Seiler bei der Breitbanderschließung der Ortsteile Kleinsorheim und Balgheim. 168.000 Euro liegen hierfür bereit, wobei seitens der Staates eine Förderung von 100.000 Euro im Raum stehen. Ob dieser Zuschuss heuer noch fließe, werde man sehen.

Der Bürgermeister erwähnte auch Deckungslücken, die der Haushalt enthalte. Beispielsweise bei den Kindergärten mit 134.000 Euro oder die Feuerwehren mit rund 35.500 Euro.

Ein Gemeinderatsmitglied erkundigte sich bei Bürgermeister Seiler nach den 250.000 €, die er bis 2018 jedes Jahr für das Bürgerzentrum im Haushalt zurücklegen wollte, wie er im Wahlkampf erklärt habe. Sie finde den Betrag nicht. Seiler erklärte hierzu, dass der Betrag enthalten sein, jedoch nicht als eigener Posten. Selbstverständlich werde das Geld entsprechend investiert. Das Gemeinderatsmitglied hatte zudem Bedenken wegen einer zu hohen Verschuldung, die auf die Gemeinde zukommen könnte.

Zahlen aus dem Möttinger Haushalt komprimiert

  • Gesamtvolumen: 5,1 Millionen Euro (minus 500.000 Euro gegenüber dem Vorjahr); Verwaltungshaushalt: 3,88 Millionen Euro; Vermögensteil: 1,27 Millionen Euro; Zuführungsrate vom Verwaltungs- an den Vermögensetat: 208.575 Euro
  • Einnahmen: Gewerbesteuer: 600.000 Euro; Grundstuer A: 109.000 Euro, Grundsteuer B: 211.000 Euro; Schlüsselzuweisungen: 427.000 Euro, Einkommensteueranteil: 1,025 Millionen Euro
  • Ausgaben: Kreisumlage: 836.000 Euro; Baugebiet Baadfeld III: 343.614 Euro, Bürgerzentrum Möttingen (Grunderwerb, Abrisskosten, Nebenkosten): 245.000 Euro; Baugebiet Kapellenbuck IV in Appetshofen: 158.000 Euro; Restabwicklung Dorferneuerung Balgheim: 64.800 Euro; Einführung Digitalfunk bei den Feuerwehren: 23.000 Euro; Straßenbeleuchtung Kleinsorheim: 119.800 Euro, Leerrohre in Möttingen und den Ortsteilen: 75.000 Euro.