Haushaltsplan der
Gemeinde Möttingen 2009

Folgenden Artikel entnehmen wir den Rieser Nachrichten vom 06. Juli 2009

Möttingen kommt heuer ohne neue Schulden aus

Haushalt Dorferneuerung Balgheim ein Schwerpunkt der Investitionen 

Möttingen I bs I Bei einer Gegenstimme hat der Gemeinderat Möttingen den Haushalt für 2009 verabschiedet. Er umfasst ein Volumen von rund 4,2 Millionen Euro und liegt damit um 375000 Euro über dem Ansatz des Vorjahres. 2,9 Millionen Euro entfallen auf den Verwaltungsteil, 1,3 Millionen Euro auf den Vermögensetat, aus dem die Investitionen finanziert werden. Die Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt liegt bei 136000 Euro. Gut im Rennen liegt die Kommune bei der Verschuldung. Sie wird nach Angaben von Bürgermeister Erwin Seiler am Ende des Jahres bei 558 828 Euro liegen. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 224 Euro.

Der Bürgermeister betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass seine Kommune heuer ohne neue Schulden auskommen werde. Für die kommenden Jahre könne er allerdings angesichts der notwendigen Investitionen eine Netto-Neuverschuldung nicht ausschließen. Nachfolgend einige Posten des Haushalts auf der Einnahmenseite: Anteil am Einkommensteueraufkommen 750 000 Euro, Schlüsselzuweisungen des Freistaates Bayern 546 596 Euro, Einnahmen aus der Grundsteuer 289 000 Euro, Gewerbesteuer 220 000 Euro.

Auf der Ausgabenseite schlägt die Kreisumlage mit 666 349 Büro am stärksten zu Buche. 183 000 Euro sind als Verwaltungsumlage an den Schulverband in Mönchsdeggingen zu leisten, wo derzeit 168 Jugendliche aus Möttingen zur Schule gehen. 

Straßen- und Brückenbau 

Als Investitionsschwerpunkte für 2009 nannte Bürgermeister Seiler die Dorferneuerung im Ortsteil Balgheim mit
575 000 Euro (Straßen- und Brückenbau, Neugestaltung des Feuerwehrplatzes sowie 45 000 Büro für das örtliche Jugendzentrum). Gebaut wird außerdem eine Druckleitung für den Anschluss der Entwässerungsanlage in Enkingen an die Möttinger Kläranlage, wofür 532 000 Euro aufgewendet werden müssen. Seiler macht deutlich, dass es für die Projekte staatliche Zuschüsse geben werde, für die Dorferneuerung beispielsweise rund 60 Prozent. Für die notwendige Anschaffung eines Auslegemähers für den Bauhof sind im laufenden Etat 47 000 Euro veranschlagt. 

Neues Feuerwehrauto 

Mit Blick auf das kommende Jahr kündigte der Rathauschef den Kauf eines neuen Feuerwehrautos für 220 000 Euro und die Einrichtung eines Kinderhortes für unter Dreijährige mit Investitionskosten von rund 100 000 Euro an.

In der .Diskussion sei zudem einneuer Radweg von Möttingen nach Ziswingen. Derzeit gebe es ein Sonderprogramm im Freistaat Bayern für den Radwegebau.